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Turbo Global / Eine irische Erzählung

Ausstellung von Werken irischer Künstler*innen zum Thema Turbokapitalismus mit Elaine Byrne, Nevan Lahart, Sean Lynch und weiteren.

28 June - 6 October

Berlin

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Photo: Nevan Lehart

Photo: Nevan Lehart

Die Ausstellung vereint unterschiedliche Beiträge irischer Künstler*innen zum alternativlos scheinenden Kapitalismus. Von der Geschichte des Kapitalismus inspirierte, dokumentarische und utopische Arbeiten werden zueinander in Beziehung gesetzt.

Irland mit seiner hohen Konzentration an internationalen TECH – und Immobilienfirmen ist ­­– im Vergleich zu Deutschland – wesentlich stärker vom Turbokapitalismus geprägt. Die Gesellschaft profitiert von dieser wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, hat aber auch deren negative Folgen zu tragen.

Zur nationalen Identität Irlands gehört die große Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts, die durch die unheilvolle Verbindung von Manchesterkapitalismus und der umtreibenden Kartoffelfäule Millionen Menschen in den Hungertod oder ins Exil trieb.

Der Ausstellungsort Schloss Britz liegt in Berlin-Neukölln, einem der weltweit lebendigsten Orte für zeitgenössische Kunst, und bietet sich als Ort des künstlerischen Austauschs an. Das zugehörige Gut Britz war eine wichtige landwirtschaftliche Einrichtung vor den Toren der Stadt und um 1850 ebenfalls – aber in geringerem Ausmaß als in Irland – von den Auswirkungen der Kartoffelfäule betroffen.

Ein Rahmenprogramm rundet die Ausstellung ab.

Die zwischen Dublin und Philadelphia lebende Elaine Byrne arbeitet mit den Medien Video, Skulptur und Fotografie. Sie hat zahlreiche Ausstellungen in Europa, Mexiko und den USA gemacht. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Arte Laguna Skulpturenpreis, Venedig (2014), das Rubinstein-Stipendium am Whitney ISP, New York (2015) sowie der Graduate Scholarship Award, Philadelphia (2023).

Sean Lynch lebt und arbeitet in Askeaton, Irland. Er ist bekannt für Skulpturen, Videos und Installationen, die sich mit Themen wie dem öffentlichen Raum, Storytelling und Geschichte auseinandersetzen. 2015 vertrat er Irland auf der Biennale in Venedig. Zu seinen wichtigsten Einzelausstellungen zählen das Edinburgh Art Festival (2021) und das Henry Moore Institute, Leeds (2019).

Nevan Lahart arbeitet mit einer Vielzahl von Medien: Malerei, Skulptur, Installation, Video, Animation und Performance. Sein Werk verblüfft mit Halbwahrheiten, subjektiven Wahrnehmungen und der menschlichen Natur und problematisiert die vermittelten Bilder auf manchmal kritische, manchmal beunruhigende, aber immer humorvolle Weise.

Unter der Leitung des Kunsthistorikers, Autors und Kulturmanagers Dr. Martin Steffens (zuvor Leiter von 48 Hours Neukölln) entwickelt das ehemalige Herrenhaus von Schloss Britz ein kuratorisches Programm für zeitgenössische Kunst, das ausgehend von den eigenen Beständen historische, künstlerische und biografische Aspekte des späten 19. Jahrhunderts (1880-1918) in den Mittelpunkt stellt und in einen Dialog mit ihnen tritt.

Eventlocation

Schloss Britz
Alt-Britz 73
12359 Berlin

Ticket- oder Event-Webseite